Herbstzeit ist für uns Flieger eher „Saure-Gurken-Zeit“, die thermischen Aufwinde lassen nach und die Tage für s Streckenfliegen in unseren Breitengraden sind gezählt - die Schirme also winterfest einpacken? Auf keinen Fall!

Wir schultern sie und ziehen los Richtung Vogesen: Freunde wiedersehen, Zeit haben, laufen, gutes Essen genießen und eine farbexplodierte mit einem Wolkenpinsel gemalte Landschaft in uns  aufsaugend - natürlich wollen wir dort auch fliegen.

Am Drumont, auf knapp 1200 m, lassen wir die Blicke schweifen über weite buntgefärbte, sonnenbeschienene Hügel und sich auflösende bizarre Nebelfelder. Der Startplatz ist leer, ungewohnte Ruhe an einem sonst sehr frequentierten Fliegerort. Wir genießen das und die Vorfreude auf s Fliegen, es hat den passenden Vorwind. Nici unser „Flugküken“ startet souverän und landet in Urbés. Die anderen unserer Gruppe soaren im Hangaufwind, landen an gleicher Stelle wieder ein und starten erneut, bis die Lust auf einen Kaffee bei allen zu groß wird, den gönnen wir uns dann auf einer Auberge am Berg, bis die Fluglust wieder überhand nimmt und allen noch ein herbstweicher Thermikflug geschenkt wird. Das Küken schafft es dabei noch den Adlern von oben lachend runter zu funken und wir freuen uns alle mit!

Jetzt ist Zeit für die Auberge Bergenbach, typisch französische Küche und Ambiente erwarten uns dort. Der Wein und die Erlebnisse des Tages sind der Stoff für die Abendgespräche und unsere Träume.

Der Morgen beschert uns einen unwirklichen Panoramasonnenaufgang über das im Nebel versunkene Tal. Langsames Aufwachen, genau wie die Natur lassen wir uns Zeit, bevor wir unseren Marsch zum Drumont erneut antreten. Diesmal bläst der Wind stärker, nichts für Anfänger oder Leichtgewichte, aber Thomas will raus und nimmt Renés Schirm, der ist kleiner und deswegen schneller. Nach einem spektakulären Start kann er die Kante entlang fliegen, den Vorhaltewinkel nicht vergessend, denn ansonsten besteht die Gefahr „verblasen“ zu werden. Toplandung. Gemeinsam genießen wir noch den ungewöhnlich klaren Fernblick in die Alpen. Auf dem Heimweg verabschiedet uns das Elsass mit einem weiteren  Sonnenuntergang: Herbstzeit ist eben doch keine „Saure-Gurken-Zeit“, auch nicht für uns Flieger!

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