... und wir haben uns bereits eingelebt, unseren Lebensrhythmus dem spanischen angepasst: Den Tag auf der Plaza von Algodonales mit einem heißen café con leche beginnend.

andalucia okt 2013 0046 800Noch ist die Luft mit 16 Grad angenehm, unser Blick liegt auf dem Lijar, dem hauseigenen Flugberg, von wo aus uns Gerados legendäre Drachen-Windfahne die ersten Infos liefert. Gemütlich packen wir die Schirme und fahren rauf, der Weg zwingt uns schon eine gewisse spanische Langsamkeit auf, zum einen wegen der Schlaglöcher zum anderen weil hin und wieder eine Schafherde, eine Ziegenherde oder auch ein großes gehörntes Tier im Weg steht.

andalucia okt 2013 0005 800Um halb zwölf sind wir die ersten am Oststartplatz, aber es hat genug Wind zum Starten und die Geier zeigen uns, dass es schon Thermik gibt.

Tatsächlich: raus, rauf , durchaus nicht unsportlich und mit wenigen hundert Metern drüber, hab ich das Gefühl über ganz Spanien gucken zu können. Aber nicht zu lange fliegen, der Landeplatz liegt mitten in einem riesigen Talkessel und da ist das Runterkommen später gar nicht mehr so einfach.

andalucia okt 2013 0007 800Zeit für Siesta: es gibt Brot, Oliven, Tomaten, Salz und Ol und viel Wasser, denn es ist jetzt heiß, kein Spanier kommt auf die Idee sich zu sonnen, auch nicht im Oktober. Auch wir verziehen uns in den Schatten und gehen erst spät wieder auf den Berg, nochmals Fliegen, diesmal nicht thermisch, sondern extrem relaxed in der Umkehrthermik, die Hände loslassen zum Fotografieren, bei stetig gleichmäßigen Piepen des Varios, ist kein Problem.

Die im Atlantik untergehende Sonne wirft sanftes rotes Licht auf die andalusische Landschaft und vor lauter Schweben, dürfen wir nicht vergessen, dass es hier deutlich schneller dunkler wird, wenn die Sonne untergeht. Es sind noch einige Höhenmeter abzubauen bis zum Landeplatz, von alleine macht das hier nur ein Fallschirm. Wir landen also als der Mond schon aufgegangen ist, das Licht reicht gerade noch um den Schirm zusammenzulegen und beenden den Abend draußen auf der Plaza bei sehr sehr leckren Tapas und co.

(Jutta)

Und wie es weiterging, könnt ihr hier bei den Reiseberichten lesen >

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