Zweifellos hat das Entwickler-Team aus Titisee-Neustadt schon seit dem Erscheinen der ersten Gerätegeneration von Skytraxx den Markt der Fluginstrumente gehörig aufgemischt.

Mit dem neusten Produkt aus ihrer Schwarzwälder Werkstatt wollen sie diese Tradition fortsetzen.

skytraxx 21 04 540Entwicklungsgeschichte

Die damals revolutionäre Idee: ein Mikro-Computer übernimmt Auswertung und Anzeige der Messdaten vom Druck-Sensor. Somit verzichtete das Gerät auf  teure Spezial-Hardware, verwendete hochentwickelte standard-Bauteile aus der Computerindustrie und den Rest erledigte  durchdachte und flexible Software auf der Basis eines Standard-Betriebssystems. Damit war das Skytraxx 1.0 der Prototyp aller Flieger-Apps, aber mit sehr viel besseren Sensoren und GPS-Empfängern als auch das teuerste Handy heute.

In der zweiten Generation (Skytraxx 2.0) haben die Schwarzwälder die Rechenleistung aufgestockt, das Display vergrößert, die Funktionen erweitert (z.B. Luftraum-Navigation) und dem Gerät ein schönes Outfit verpasst. Das wahrscheinlich wichtigste aber neben der hohen Zuverlässigkeit: die sehr einfache, intuitive Bedienung. Mit frei verfügbaren Software-Updates sind zudem Weiterentwicklungen der Funktionalität, Anpassungen und Fehlerkorrekturen schnell und simpel für jeden Benutzer zugänglich.

Das Skytraxx 3.0 brachte mit seinem Farbdisplay, erweiterten Sensoren, der sehr individuellen Konfigurationsmöglichkeit und seinem enormen Funktionsumfang einen weiteren Schritt nach vorn. Ein Gerät, das den Piloten mit einem ausgeklügelten Thermik-Assistenten beim Kurbeln unterstützt, mit umfangreichen Kartenfunktionen  perfekt beim Streckenfliegen navigieren hilft und selbst durch raffinierteste Wettbewerbs-Tasks geleitet. Es nimmt mit frei konfigurierbaren Bildschirmen auch auf die Sehstärke der Gleitschirm-Pioniere Rücksicht und warnt neuerdings sogar die Segel- und Motorflieger über das On-Air Netzwerk FANET+ mit FLARM-Signalen, wenn sich mal wieder rein zufällig die eigene Tüte in eine Wolke verirrt hat.

skytraxx family 540Sinnvolle Flugunterstützung durch zugängliche Technik

Nun war es aber schon immer ein Anliegen von Skytraxx-Chef Michael Blank, selbst passionierter Flieger, dass seine Geräte einfach bedienbar sein sollen, denn die meisten Pilotinnen und Piloten sind wie er weder Informatiker noch schleppen sie gerne dicke Betriebshandbücher im Packsack herum.

Das Dilemma: zum einen verlangt der Markt ein Instrument, das alles nur erdenkliche kann, zum anderen nutzt eben dieses nur eine Handvoll technikverliebter Freaks, die anderen wollen es lieber so einfach wie möglich. Ach ja, leicht und bezahlbar soll das Vario dann auch noch sein.

Die aktuelle Antwort auf diese Herausforderung gibt Skytraxx jetzt mit der Geräte-Version 2.1. Das Fluginstrument ist zwar erst ab der Thermikmesse im Januar 2019 verfügbar, wir durften aber schon mal die Qualitäten des neuen Geräts in dessen Geburtsstätte in Augenschein nehmen.

gemeinsam fliegen 20150701 100 540Kleiner, leichter, und immer noch mit vier Tasten

Trotz exakt gleicher Displaygröße und -Qualität ist das neue 2.1 kleiner und leichter, als sein Vorgänger. Eine Silikongummihülle schützt das Gehäuse und fürs FANET+ ragt eine Stummelantenne heraus. Die Ästhetik gibt sich pragmatisch-schlicht und ansprechend. So viel zu den Äußerlichkeiten.

Sensor und Vario

Man darf wohl mit Recht behaupten, dass die Hochschwarzwälder Fluginstrumente-Bauer schon beim Skytraxx 2.0 das wahrscheinlich beste Vario gebaut haben, das es damals auf dem Markt gab - wenn man es denn richtig einzustellen wusste.

Mit der Praxiserfahrung vieler Piloten, neuer Sensortechnik, Experimentierfreude des Herstellers und schließlich aufwändiger Software-Entwicklung setzte das Skytraxx 3.0 noch mal eins drauf - mit dem Nebeneffekt, dass die Informationsfülle der mehrfach modulierbaren Tonmelodie so manchen »einfach nur Thermik-Flieger« schlichtweg überfordern kann.

Im 2.1 verbauen die Schwarzwälder zwar schon  die nächste Generation hochsensibler Sensorik, die Software dazu gibt sich aber raffiniert und pragmatisch zugleich: ohne weitere Einstellungen ist das Vario »ready to fly« und taugt gut für sehr viele Flugsituationen. Wer es trotzdem individuell haben möchte, kann sich seine Tonprofile auch am Computer selbst erstellen (oder vom Skytraxx 3.0 kopieren).

Bedienung

Sehr einfach und intuitiv, wie gewohnt mit vier großen Tasten. Das Skytraxx 2.1 ist so vorkonfiguriert, dass es den allermeisten Flugsituationen schon ab Werk gerecht wird. Mit ein paar Tasten-Klicks, deren Logik man selbst blond sofort verstehen kann (Juttas Formulierung!), lässt sich das Fluginstrument aber auch so anpassen, dass es persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten entgegen kommt.

Aus der Erfahrung mit dem »großen Bruder« hat sehr einfache Bedienbarkeit und intuitive Funktionalität Vorrang vor den unbegrenzten Möglichkeiten. Denn dafür gibt es ja die Luxus- und Farbdisplayvariante 3.0.

skytraxx 21 01 540Anzeige

Schwarzweiß, groß genug mit sehr hohem Kontrast auch bei direkter Sonne. Die vorkonfigurierten Bildschirmseiten sind übersichtlich und wechseln sich bei Bedarf auch selbst (Standard-Bildschirm / Thermik-Assistent / Luftraumkarte). Für die vorwiegend Fernsichtigen meiner Altersklasse gibt es sogar noch eine XL-Anzeige.

Funktionalität

Wer einfach fliegen will, findet beim Skytraxx 2.1  alles, als man braucht - und noch einiges mehr. Ein paar Beispiele aus der Fülle der Möglichkeiten: neben den Standards wie Vario, Höhenmesser, Groundspeed, GPS etc. zeigt das Skytraxx 2.1 übersichtlich die Luftraumsituation (deutlich verbessert gegenüber dem Vorgänger), hat analog der Geräte-Version 3.0 einen ausgeklügelten Thermik-Assistenten und berechnet live XC-Punkte sowie die Optimierung von Dreiecksflügen. Für Wanderfreunde gibts den Hike-Modus, der sogar den Weg zum Startplatz weisen kann.

Wie könnte es anders sein: vom Erfinder des FANET+ ist das Skytraxx 2.1 von Haus aus natürlich der  vollen Funktionalität dieses On-Air Netzwerks ausgestattet. Für die Sparsamen östlich von Baden gibt es optional auch eine Version ohne FANET+ (nachrüstbar).

Auf die komplexeren Funktionen für FAI-Wettkämpfe verzichtet Skytraxx beim 2.1. Erstens braucht die sowieso kaum jemand und zweitens muss es ja noch einen Unterschied zum Syktraxx 3.0 geben.

skytraxx 21 02 540Ein paar Schmankerl

Was das neue Fluginstrument von Skytraxx so alles kann, drin und »drauf hat«, liest man am besten auf der Website des Herstellers nach. Ein paar Details seinen aber hier schon erwähnt, weil sie uns besonders gefallen:

  • die  wirklich einfache und übersichtliche Bedienung.
  • die weltweiten Luftraumdaten und eine aktuelle, weltweite Geländedatenbank, die sich selbst über WLAN aktualisieren.
  • der sich selbst kalibrierende barometrische Höhenmesser.
  • die lange Akkulaufzeit von über 40 Flugstunden.
  • der Hike Modus mit GPX Import und Export Funktionalität und mit Anzeigen wie z.B. gelaufene Höhenmeter oder Reststrecke. Das Einlesen einer Wanderstrecke über z.B. GPSies oder Hike & Fly ist sehr leicht möglich.
  • Livetracking-Möglichkeit via OGN Stationen ohne weitere Kosten, z.B. über Portale wie Glidernet oder LiveTrack24.
  • die einfache und direkte Anbindung an den DHV-XC über WLA.
  •  genial: das Gerät zeigt bei Luftraumkonflikten per Richtungspfeil, wie man am schnellsten wieder in den grünen Bereich kommt.

Fazit

Das neue Skytraxx 2.1 ist   das Allround-Fluginstrument, sowohl für Pragmatiker, die einfach fliegen wollen, als auch für anspruchsvollere Nutzer, die intuitiv verfügbare technische Unterstützung beim Fliegen schätzen. Bei allem, was drinsteckt, was es kann und wie es das zugänglich macht, setzen die Schwarzwälder Tüftler von Skytraxx wieder mal die Messlatte ein gutes Stück nach oben und geben sich dabei im Preis-Leistungsverhältnis sehr freundlich gegenüber dem Nachbarländle.

Weitere Infos gibts bei www.skytraxx.eu

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